Karlovy Vary (Karlsbad) und seine Geschichte

Karlovy Vary (Karlsbad), wie schon der Name verrät, verdankt seine Gründung Kaiser Karl IV. Einer beliebten Sage nach ließ er dieses Mitte 14. Jahrhunderts nach der Entdeckung der heißen Quelle mit wundersamer Wirkung errichten.

Einen Aufschwung im Bereich von Kur- und Bauwesen erlebte die am Zusammenfluss von Ohře (Eger) und Teplá (Tepl) gelegene Stadt jedoch erst im sechzehntem Jahrhundert. Dank Weltruf des Kurortes gedieh dieser sehr gut. Der Wohlstand dauerte jedoch nicht lange. Zwei Naturkatastrophen in Form eines Brandes sowie eines Hochwassers brachten den bis dahin lebhaften Fremdenverkehr zum Erliegen. Einen weiteren Schlag verpasste der Stadt der Dreißigjährige Krieg, der Armut und Hungersnot mit sich brachte und für lange Zeit den viel versprechenden Wirtschaftsaufschwung stoppte. In der Zeit, als es dem Kurwesen nicht allzu gut ging, entstanden die traditionellen Karlsbader Handwerke wie Zinngießerei, Waffenschmiederei, Nadel- und Messerherstellung.

Ihre Wiedergeburt erlebte das Karlsbader Kurwesen erst im 17. Jahrhundert, als reiche Adelige aus Sachsen, Polen und dem zaristischen Russland in den weltberühmten Kurort begannen zu reisen. Der wohl meist verehrte Besucher Anfang des 18. Jahrhundert war zweifelsohne Zar Peter der Große, der Karlsbad sogar zweimal besuchte.

Das 18. Jahrhundert war für die Stadt eine Zeit der Opulenz. Dank der Sympathie, die der Kurort vonseiten der Monarchie genoss, sowie der reichen Mäzen begann sich dieser schnell zu entfalten. Aus jener Zeit stammt eine der bedeutendsten kirchlichen Sehenswürdigkeiten - die Barockkirche der Heiligen Maria Magdalena (1736).

Der Ruhm von Karlovy Vary wuchs je länger, desto mehr. Deshalb ist die Zeit von Ende des 18. und Anfang des 19. Jahrhunderts charakteristisch durch die überwiegend ausländische Klientel. Besucht wurde die Stadt z.B. von Goethe, Schiller, Beethoven, Chopin, Paganini sowie vielen anderen bedeutenden Persönlichkeiten jener Zeit.

Erst das 19. Jahrhundert verlieh Karlsbad sein heutiges Aussehen. Damals entstand die Mehrheit der Kurhäuser und kirchlichen Bauten:

  • Mlýnská kolonáda (Mühlbrunnkolonnade) (1881)
  • Tržní kolonáda (Marktkolonnade) (1883)
  • Císařské lázně (Kaiserbad) (1895)
  • Stadttheater (1886)
  • Orthodoxe Kirche des Heiligen Peter und Paulus (1897)
  • Anglikanische Kirche des Heiligen Lukas (1887)
  • und viele andere...

Ihnen Höhepunkt fand die umfangreiche Bautätigkeit vor dem Ersten Weltkrieg mit dem Bau des internationalen Kurgroßhotels Imperial (1912).

Das sich im Geiste der Industrierevolution tragende 19. Jahrhundert brachte Karlsbad die Eisenbahn. Diese sowie die großen Erfolge bei der Behandlung der Zuckerkrankheit sicherte der Stadt eine noch größere Besucherrate. Zu Heilzwecken, aber auch zu verschiedenen wissenschaftlichen, kulturellen, gesellschaftlichen und politischen Versammlungen kamen Gäste mit klingenden Namen: Gogol, Lizst, Freud, Barrande, Fontane, Dvořák, Marx, Brahms u.v.a.

Kurz vor dem Ersten Weltkrieg befand sich Karlsbad auf dem Höhepunkt. Zur Kur kamen mehr als 70 Tausend Patienten hierher. Der Kriegskonflikt brachte der Entfaltung des Kurwesens einen tiefen Einschlag. Nach dem Krieg konnte Karlsbad nie wieder die Besucherraten der Vorkriegszeit erreichen.

Nach dem Ersten Weltkrieg folgten weitere Wirtschaftskatastrophen wie die Weltwirtschaftskrise, der Zweite Weltkrieg, die Normalisierung. Es ist also kein Wunder, dass das Kurleben in Karlovy Vary fast zum Stehen gekommen war. Der Aufschwung der Stadt wurde in der 2. Hälfte des 20. Jahrhunderts war vom sozialistischen Realismus gekennzeichnet. In jener Zeit entstanden nachfolgend aufgeführte sowie viele weitere Bauten:

  • Hotel Thermal (1977)
  • Sprudelkolonnade (1975)
  • Hotel Schweizer Hof (1971)
  • Hotel Sanssouci (1970)

Nach der Samtrevolution (1989) begann man in den Karlsbader Kurbetrieben, den weltweiten Ruhm erneut abzustauben. Die Heilkur wurde durch Behandlungen erweitert, Hotels und bedeutende architektonische Gebäude renoviert und nach Karlovy Vary (Karlsbad) begannen wieder Menschen aus aller Welt zu strömen.

Auch im 21. Jahrhundert kann Karlovy Vary seinen Ruf vor allem seinem natürlichen Reichtum verdanken - den Thermalquellen, die bereits seit 650 Jahren den Menschen Gesundheit bringen.

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